Das ist unser Anliegen im Katastrophenfall:
Im Fall einer Katastrophe oder eines schweren Unglücks brauchen direkt wie indirekt betroffene Personen Informationen und sofortige Hilfe.
Der Amoklauf im Münchner Olympiazentrum im Juli 2016 hat gezeigt, welche außerordentlichen Dienste ein Krisentelefon hier leisten kann: Damals konnte das Münchener Krisentelefon, initialisiert durch die katholische Telefonseelsorge München, vielen Anrufenden im Sinne der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) beistehen und so deutlich zur Stabilisierung der Lage beitragen.
Für den Katastrophenschutz, die Leitstelle und die Polizei bot das Krisentelefon eine spürbare Entlastung.
Das hat uns dazu bewogen, ein eigenes Krisentelefon für Augsburg und den Landkreis Aichach-Friedberg zu installieren, das im Katastrophenfall im Fall der Fälle der Bevölkerung zur Seite steht.
Das bieten wir im Katastrophenfall an:
Wir bieten Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) am Telefon mit zwei bis vier Ehrenamtlichen in Schichten je nach Bedarf.
In Absprache mit dem Katastrophenschutz wird die Nummer freigeschalten und der Öffentlichkeit bekannt gegeben.
Je nach Lage, Nachfrage und nötiger Nachsorge bleibt die Hotline bis zu mehreren Tagen freigeschaltet. In der übrigen Zeit verweist unser Anrufbeantworter auf die Telefonseelsorge Augsburg.
Unsere Ehrenamtlichen sind mit ganzem Herzen motiviert und optimal geschult in den Standards der PSNV und dem Zusammenspiel zwischen den Hilfs- und Rettungssystemen und können adäquat unterstützen.
Regelmäßiges Training und weitere Schulungen sind geplant.
Wir haben damit genügend Ressourcen, um im Notfall in der Akutphase über mehrere Tage die erforderlichen Telefonleitungen für Hilfesuchende frei zu halten.
Unser Angebot sehen wir als Ergänzung zu unseren bisherigen Hilfeeinrichtungen.
Das sind wir:
Rund 75 Ehrenamtliche der Telefonseelsorge Augsburg schöpfen im jahrelangen Umgang mit belasteten Menschen aus einem fundiertem Erfahrungsschatz.
Die Ausbildung erfolgt in einem einjährigen Kurs mit 150 Stunden Schulung und 30 bis 50 Stunden Hospitationen am Telefon. Danach vertiefen fachbezogene Weiterbildungen und Supervisionen jeden Monat das Know-how und Fachwissen unserer Ehrenamtlichen.
Ob schwierige Alltagsbeziehungen, psychische Probleme, persönliche Lebens- oder Sinn-Krisen, konkrete Suizidabsichten oder die Suche nach Beratungsstellen … Wir begleiten unsere Anrufenden in allen Bereichen des Lebens.
Unsere Ehrenamtlichen haben sich zudem speziell für den Einsatz am Krisentelefon weiterbilden lassen und besitzen solides Basiswissen in der PSNV.
Leitung: Hildegard Steuer
Fachreferentin: Michaela Grimminger: PSNV-B, -E SbE I-IV, -Gruppenführer, Ausbildungsreferentin und Mitarbeit in der Notfallseelsorge, Trauerbegleitung und in der suizidalen Krisenintervention, Supervisorin.
Finanzierung:
Das Krisentelefon verdankt seine Gründung und Erstfinanzierung einer großzügigen Spende der Stadtsparkasse Augsburg in Höhe von 4.000,- € im Dezember 2017
und der finanziellen Unterstützung der AVA-Augsburg (Abfallverwertung) in Höhe von 4.000,- € im Dezember 2016, vermittelt durch Landrat Dr. Klaus Metzger, Landkreis Aichach-Friedberg,
Damit wurden zum Beispiel eine neue Spezial-Telefonanlage angeschafft, die Ehrenamtlichen geschult und die Hompage erstellt.
Unterschied zur TelefonSeelorge Augsburg im Katastrophenfall 
(0800/1110111 und 0800/1110222) www.telefonseelsorge-augsburg.de
- Im Katastrophenfall wird eine eigene Hotline aktiviert – etwa bei Amoklauf, Großschadenslage, Katastrophenfall.
- Damit in Notfällen keine Zeit verloren geht, wird uns die Rufnummer angezeigt, falls wir zurückrufen sollen.
- Für den Anruf unserer Festnetznummer können Gebühren anfallen, abhängig vom persönlichen Vertrag mit Ihrem Anbieter.
- Im Katastrophenfall übernehmen die Nachbarstellen Anrufe bei der Telefonseelsorge Augsburg, sodass wir ausschließlich Notrufe annehmen können.
Träger:
- Diözese Augsburg
www.bistum-augsburg.de - Diakonisches Werk Augsburg im Auftrag der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Bayern
www.diakonie-augsburg.de
Unsere Kooperationspartner:
Stadt Augsburg, Landkreise Augsburg und Aichach-Friedberg sowie der Bezirk Schwaben.

